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Ereignisse des Jahres 2021

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19.05.2021, Bericht über die Mini Kreuzfahrt auf der „Greenferry 1“


Nachdem in Cuxhaven ab April wieder eine Fährverbindung zu unserem Nachbarbundesland Schleswig-Holstein eröffnet wurde, wollten wir diese Fährverbindung nach Brunsbüttel auch einmal probieren.


Die Elbferry Reederei hat dazu eine neue norwegische Fähre, die ehemalige „Fanafjord“ gechartert. Diese Autofähre wurde 2007 bei der Werft Aker Brattwaag gebaut, ist 129,80 m lang, 19,90 m breit und kann bis zu 212 PKW und 28 LKWs befördern. 589 Passagiere werden dann in 1 Stunde von Cuxhaven nach Brunsbüttel gefahren, bei einer Reisegeschwindigkeit von 16,8 kn.


Der Antrieb dieser Fähre, die mit ihren 4 Propellergondeln max. 25 kn fahren könnte, ist ein Erdgasbetriebener Antrieb, LNG Gas ( Liquefied Natural Gas, Tiefkaltverflüssigtes Erdgas) . Durch diesen umweltfreundlichen Antrieb bekam die Fähre auch ihren Namen, Greenferry 1“.


Nach dem Kartenkauf im gedeckten Gang der Hapag Halle konnten wir an Bord, wo zunächst einmal in der Kombüse reichhaltige Möglichkeiten zum Essen angeboten werden. So gestärkt konnte die Kreuzfahrt dann auch beginnen und nach dem Ablegen konnten wir die vielen Schiffe auf der Elbe hautnah sehen und auch ein Hubschrauber war zu einem Kontrollflug über der Elbe unterwegs.


Vor der Einfahrt zum NOK (Nordostseekanal) stauten sich die Frachtschiffe, die durch die Schleusenanlage in Brunsbüttel fahren wollten. Kurz vor dem Anleger in Brunsbüttel wurde die Bugklappe geöffnet, durch die dann die Autos , Lastwagen, Radfahrer und Fußgänger die Fähre verlassen konnten.


Genauso schnell kamen neue Passagiere an Bord und die Rückfahrt nach Cuxhaven begann. Auch hier waren wieder jede Menge Schiffe auf der Elbe zu sehen. Und Cuxhaven hat von der Wasserseite einiges zu bieten. Das neue Dock der Mützelfeldwerft, die vielen Autos, die zum Verladen an der Pier stehen, die Englandfähre, Lotsen und Bundesgrenzschutz Schiffe, die im Hafen liegen. Kurz gesagt, das war eine sehr schöne und kurzweilige Kreuzfahrt auf der Elbe, die wir nur empfehlen können. Da gibt es für den Schiffsmodellbauer sehr viel zu sehen.


Eberhard Türck


03.05.2021, Bericht über den Bau des Segelschulschiffes „Gorch Fock“

Segelschulschiff „Gorch Fock“ der Bundesmarine

Nachdem ich während meiner Dienstzeit bei der Marine auch mit dem Segelschulschiff „Gorch Fock“ eine Fahrt mitmachen konnte, wollte ich auch ein Modell dieses schönen Segelschiffes bauen. Diesen Wunsch habe ich mir dann lange Zeit später erfüllen können. Ich habe das Modell im Maßstab 1:96 komplett aus Holz gebaut. Bei diesem Maßstab wurde das Modell 98 cm lang über den Bugspriet und die Breite über die Rahen beträgt 26 cm und Gesamthöhe 56 cm.


Der Rumpfbau erfolgte in Spantenbauweise mit einer doppelten Rumpf – Beplankung. Anschließend wurde mit 2 Komponenten – Spachtel gespachtelt und der Rumpf sauber verschliffen.


Wie bei allen meinen Schiffen erfolgte die Lackierung mit Kunstharz Seidenmattlack mittels der Airbrush Lackierpistole. Das Deck wurde aus Holzleisten verlegt und verschliffen. Die Ausrüstungsteile habe ich aus Holz und Messing gebaut, die Masten, Rahen, Bäume und Decksaufbauten sind ebenfalls aus Holz. Bei den Reelingstützen habe ich Ätzteile aus Messing verwendet.


Beim Erstellen der Takelage wurden verschiedene Takelgarne eingesetzt. Je nach Aufgabe der Takelseile wurden verschiedene Taustärken genommen, wie auch beim großen Vorbild. Hierbei ist natürlich auch auf das Stehende und laufende Gut (Seil) zu achten.


Die Segel wurden durch meine Frau genäht und somit entstand ein sehr schönes Modell der „Gorch Fock“. Bei der Darstellung der Takelage habe ich die Segel teilweise gerefft montiert, weil dadurch die Takelage besser zu sehen ist. Die am Heck befindliche Bundesdienstflagge ist die Flagge der Seekriegsfahrzeuge der Bundesmarine, da die „Gorch Fock“ offiziell als Kriegsschiff zur See fährt.

                                                                 
Zum Schutz des Modells vor Staub habe ich auch eine Plexiglashaube anfertigen lassen, das sieht auch sehr gut aus. Der Bau des Modells in Holzbauweise nach „Altväter Sitte“ hat mir sehr viel Spaß gemacht, das ist wirklich noch richtiger Schiffsmodellbau.



Eberhard Türck



18.04.2021, Baubericht über den Bau der Motorjacht „Slide“

Bei einer Schiffsmodellveranstaltung in Oberhausen hatte ich die Gelegenheit, von einem Modellbaufreund einen Epoxid Rumpf und einen Frästeilesatz aus Kunststoff zum Bau einer Motorjacht im Maßstab 1: 25 zu bekommen.

 
Da ich solch ein Modell zum Fahren bei Wettbewerben und auch mal zum Fahren am Sonntag an unserem Gewässer brauchen konnte, habe ich die Bauteile mitgenommen und dann mit dem Bau begonnen.


Das Modell wird 55 cm lang und 18 cm breit. Der Antrieb erfolgt über 2 Wellen und 2 Ruder sorgen für den richtigen Kurs. Der Rumpf wurde also mit 2 Gleichstrom Motoren und 2 Rudern ausgerüstet. Schlingerkiele habe ich aus 0,5 mm Aluminium gebaut. Nach der Montage der RC Anlage konnten erste Testfahrten erfolgen.


Die Montage von Deck und Aufbauten verlieft problemlos. Die gefrästen Bauteile passten hervorragend. Auf dem Kunststoffdeck wurde dann ein schönes Holzdeck aus einzelnen Holzplanken in verschiedenen Farbabstimmungen, wie beim Original verlegt und mit Bootslack versiegelt. Die Grundierung wurde vor dem Farbauftrag aufgebracht, die eigentliche Lackierung wurde mit Kunstharz Hochglanzlack mittels meiner Airbrush Pistole durchgeführt.


Details im Fahrstand, wie Instrumente, Steuerrad, Gashebel und Seekarte wurden anschließend eingebaut. Bei den Testfahrten zeigte es sich, dass das Modell doch etwas zu langsam unterwegs war. Die Motoren habe ich dann gegen Drehstrom Motoren ausgetauscht, Brushlessmotoren mit je einem eigenen Fahrregler, die auch einzeln angesteuert werden. Damit lässt sich das 1,9 kg schwere Modell sehr gut manövrieren.


Jetzt fährt das Modell sehr gut und hat sich auch schon bei Schlecht Wetter Fahren bewährt. Alles in allem ein sehr schönes Modell zum Schippern bei nicht so großem Bauaufwand.


Eberhard Türck




07.03.2021, Bericht über das Verholen des Museums U-Bootes „Wilhelm Bauer“

Die „Wilhelm Bauer“ ist zurück im Alten Hafen in Bremerhaven.

    
Am Freitag, dem 05.03.2021 wurde bei herrlichem Wetter das Museums U – BootWilhelm Bauer“ nach einer Grundüberholung in der Werft durch den Kaiserhafen zu seinem Liegeplatz im Alten Hafen in Bremerhaven verholt.

   
Hauptsächlich wurden Farbarbeiten und Konservierungsarbeiten durchgeführt. Einige Details im Schiff wurden wieder in den Ursprungszustand versetzt und neue Kameras zeigen Teile der Ausrüstung, wo man als Besucher sonst nicht hinkommt, z. B. den Turm und den Motorenleitstand.

   
Von meinem Büro aus konnte ich das U- Boot sehr gut fotografieren. Wenn es dann wieder möglich ist, das Boot zu besichtigen, sollte man diese sehr interessante Möglichkeit einer U – Bootbesichtigung in Bremerhaven nutzen.


Eberhard Türck




25.02.2021, „Kugelbake“, das Wahrzeichen von Cuxhaven

Nach einer Zwangspause durch eine Augen-OP sollte in der Modellbau-Werft der Betrieb wieder aufgenommen werden. Mir kam der Bau einer kleinen „Kugelbake“ in den Sinn.

Eine Bestandszeichnung im Maßstab 1:100 war vorhanden. Nur das Material fehlte. Bei Thore trieb ich ein Bündel Leisten auf. Edle Teakholz-Leisten! Gerade gut genug!

   
Der noch im Bau befindliche Wulf 8 wurde erstmal beiseite gestellt. Die Leisten habe ich auf die notwendigen Maße mit meiner kleinen Proxxon-Kreissäge zugeschnitten.

   
Das waren für die ca. 300 mm hohe Bake einige Meter! Da verschätzt man sich leicht. Viele Teile mussten genau auf Gärung gesägt oder geschliffen werden. Der Bau der Maßstabs-gerechten Bake war für mich überraschend aufwendig, hat aber auch Spaß gemacht. Jetzt ziert das kleine Wahrzeichen unserer Stadt meinen Wohnzimmerschrank.

   


Noch einiges zur Geschichte:

Die Kugelbake steht am nördlichsten Punkt von Niedersachsen. Geografisch endet an der Kugelbake die Elbe und es beginnt die Nordsee. Die Kugelbake ist ein etwa 30 m hohes, aus Holz erbautes Seezeichen, was aufgrund immer modernerer Technik die Bedeutung als Seezeichen verloren hat.

Eine erste Bake wurde bereits 1703 erwähnt, die 1743 durch einen schweren Sturm zerstört wurde. Im Laufe der Zeit entstanden weitere Baken, die ebenfalls durch Stürme und Fluten zerstört oder baufällig wurden. Die erste Kugelbake mit dem heutigen Aussehen wurde 1836  erbaut. In den vergangenen Kriegen wurde sie mehrfach abgebaut, um den feindlichen Schiffen die Orientierung zu erschweren. Um die Jahrhundertwende 1900 errichtete Prof. Dr. Zennek in einer Bretterhütte unterhalb der Kugelbake eine Empfangsstation für drahtlose Telegrafie  für die 52 km lange Strecke nach Helgoland. Die Bake diente als Antennenträger.

Peter Fink

 

27.01.2021, Bericht über den Test von Brushless Motoren


Im Schiffsmodellbau haben ja seit einiger Zeit auch neue Antriebe Einzug gehalten. Dabei sind vor allem bürstenlose Elektromotoren zum Einsatz gekommen. Die Motoren verfügen über ein sehr hohes Drehmoment, geringe Stromaufnahme und geringes Eigengewicht. Durch den Wegfall der Bürsten zur Stromübertragung auf den Kollektor brauchen diese Motoren nicht mehr entstört zu werden. Für jeden Motor ist ein eigener Fahrtregler einzusetzen.

   
Da ich von diesen für mich neuen Motoren schon viel Positives gehört hatte und ein Modellbaufreund mir sogar ein Motor mit Regler zur Verfügung gestellt hatte, wollte ich das einmal ausprobieren.

   
Da ich gerade mein Fischkutter „Vgiland“ mit einem kleinen normalen Elektromotor fertiggestellt hatte, besorgte ich mir den gleichen Rumpf noch einmal, um ein Vergleich zwischen der Leistung beider Motoren zu erhalten.

Bei der „Vigiland“ hatte ich einen kleinen Elektromotor mit 12V Betriebsspannung eingebaut, der dem Fischkutter eine mehr als ausreichende Geschwindigkeit verlieh.

   
In den baugleichen zweiten Rumpf baute ich ein Brushlessmotor „BL-Outrunner 2220/20“ der Firma robbe mit passendem Fahrregler ein. Die Betriebsspannung des verwendeten LiPo Akkus betrug 7,2 V. Beide Rümpfe hatten das gleiche Gewicht von 850g und die gleiche Länge von 438 mm. Beim Test am Teich war die Geschwindigkeit des Drehstrommotors wesentlich höher, bei einer geringen Stromaufnahme von 720 mAh beim Fahrbetrieb.

   
Das Modell reagiert sehr gut auf Änderungen der Drehzahl. Mit diesem Antrieb war der kleine Kutter völlig übermotorisiert, allerdings hat sich gezeigt, das man kleine Motoren mit kleinerem Akku in Schiffsmodelle einsetzten kann und somit gut Gewicht sparen kann.

   
Nachteil der verwendeten LiPo Akkus ist allerdings, dass man diese Akkus nicht im Modell laden sollte. Ich werde bei zukünftigen Modellen Brushless Motoren einsetzen, die hohe Leistung und das geringe Gewicht sind dafür ausschlaggebend. Und regeln lassen sich diese Motoren wirklich sehr gut durch die programmierbaren Fahrtenregler.


Eberhard Türck